Universität Basel, Öffentlichkeitsarbeit,
Petersplatz 1, Postfach, CH-4003 Basel,
Telefon 061 / 267 30 17, Telefax 061 / 267 30 13
Medieninformation, Weiterleitung erwünscht, Belege erbeten.
http://www.zuv.unibas.ch/uni_media


Basel, 15. Januar 2002

 

Basler Physikprofessor Christoph Bruder erhält schweizerisch-koreanischen Forschungspreis

Der schweizerisch-koreanische Forschungspreis SKORE-A 2001 geht an Prof. Christoph Bruder von der Universität Basel und Dr. Mahn-Soo Choi vom Korea Institute for Advanced Study. Ausgezeichnet werden sie für ihr gemeinsames Projekt auf dem Gebiet der theoretischen Physik in Nanostrukturen. Die Preisübergabe findet Ende dieses Jahres in der Schweiz statt.

Das ausgezeichnete Forschungsprojekt zur Quanten-Kohärenz in Nanosystemen wurde aus neun anderen Projekten von je einer Wissenschaftler-Jury aus der Schweiz und Korea ausgewählt. Während ein klassisches physikalisches System immer in einem bestimmten Zustand ist, kann ein quantenmechanisches System in einer "Überlagerung" verschiedener Zustände vorliegen. Ein ähnlich überraschendes Phänomen ist das der quantenmechanischen "Verschränkung", das heisst Teile eines Systems können quantenmechanisch gekoppelt sein, auch wenn sie beliebig weit getrennt sind. Innerhalb des Projekts soll die Physik solcher Überlagerungen und Verschränkungen weiter untersucht werden, insbesondere in supraleitenden Nanostrukturen. Diese Untersuchungen, die in Zusammenarbeit mit der Gruppe von Prof. Daniel Loss ausgeführt werden, könnten für eine künftige Quanten-Informationsübertragung und -verarbeitung von Bedeutung sein.
 

Prof. Christoph Bruder, geboren 1960 in Deutschland, ist seit 1998 Extraordinarius für Theoretische Physik an der Universität Basel und mit seinem Team am Nationalen Forschungsschwerpunkt "Nanowissenschaften" massgeblich beteiligt. Dr. Mahn-Soo Choi absolvierte von 1999 bis 2000 sein Postdoktorat in Basel und ist nun am koreanischen Partnerinstitut tätig. Nanowissenschaften sind sowohl in der Schweiz wie in Korea als schwergewichtiges Fördergebiet deklariert. Die in beiden Ländern bestehende hohe Kompetenz kann durch den Preis gezielt weiter ausgebaut werden.

SKORE-A (Swiss-Korean Outstanding Research Efforts Award) ist ein Förderpreis, der seit 2000 jährlich von den beiden Ländern verliehen wird. Mit dem Preis soll die wissenschaftliche Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der Republik Korea gefördert werden. Er zeichnet Forschungsprojekte unterschiedlicher Disziplinen aus, die in enger Zusammenarbeit zwischen Forschenden beider Länder realisiert wurden. Der mit insgesamt rund 320'000 Franken dotierte Preis wird gemeinsam von der Schweiz (Gruppe für Wissenschaft und Forschung) und der Republik Korea (Ministry of Science and Technology of the Republic of Korea) finanziert. SKORE-A ist ein Bestandteil der intensiven wissenschaftlichen Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und Korea, die Mitte der 1990er-Jahre begonnen hatte.

 

___________________________________________________________

Weitere Auskünfte:

Prof. Christoph Bruder, Institut für Physik der Universität Basel, Tel. 061 267 36 92 oder 061 267 37 50, E-Mail: christoph.bruder@unibas.ch

Line Pillet, Staatssekretariat für Wissenschaft und Forschung, stellvertretende Leiterin des Bereichs Internationales, Tel. 031 323 20 93, E-Mail: line.pillet-mevillot@gwf.admin.ch